


Ein Paar ägyptischer Lapislazuli-Augeneinlagen, Neues Reich, ca. 1550 - 1069 v. Chr.
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Dieses Paar mandelförmiger Augeneinlagen wurde für den Einsatz in ein skulpturales Werk, wie eine Statue, einen Sarg oder eine Mumienmaske, gefertigt. Die Einlagen bestehen aus mehreren sorgfältig angepassten Elementen, die in einer Schichtkonstruktion angeordnet sind. Das äußere Gehäuse ist aus Lapislazuli geschnitzt und bildet die längliche kosmetische Umrisslinie des Auges. Innerhalb dieses Lapislazuli-Rahmens ist die weiße Quarzsklerose in ein geformtes Bronzegehäuse eingesetzt, das sicher in den Lapislazuli-Umriss passt. Die Pupille wird aus einer kreisförmigen Scheibe aus poliertem schwarzem Basalt gebildet, die auf einer Bronzerückseite montiert und an der Quarzsklerose befestigt ist.
Die Schichtkonstruktion spiegelt die hochentwickelten Techniken der ägyptischen Handwerker wider, die häufig kontrastierende Steine und Metallbeschläge kombinierten, um lebendige, lebensechte Augen zu schaffen. Einlagen dieser Art, einst in geschnitzte Vertiefungen von Statuen oder Totenmasken eingesetzt, hätten das Gesicht der Figur belebt und ihren Realismus verstärkt.
Lapislazuli hatte im alten Ägypten eine tiefe symbolische Bedeutung und repräsentierte den Nachthimmel, den Himmel und göttliche Macht. Eingelegte Augen trugen sowohl visuelle als auch spirituelle Bedeutung. Man glaubte, dass sie der dargestellten Figur ermöglichten zu „sehen“, wodurch die mit dem Objekt verbundene spirituelle Präsenz Opfergaben und rituelle Aktivitäten wahrnehmen konnte. Gleichzeitig trug der frappierende Realismus dieser Augen dazu bei, dass die Figuren den Blick der Lebenden hielten und die Verbindung zwischen dem physischen Bild und dem göttlichen oder ewigen Bereich verstärkten.
Material: Lapislazuli, Quarz, Basalt, Bronze
Maße: Jeweils: 3,5 cm (1 3/8 Zoll)
Zustand: Geringfügige Verluste an einer der Quarzeinlagen, ansonsten intakt und insgesamt in sehr gutem Zustand.
Provenienz: Besitz eines Kunstprofis aus Oxfordshire; zuvor in einer alten britischen Sammlung, die in den 1980er Jahren gebildet wurde.
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