





Ein ägyptisches Kalksteinrelief-Fragment mit Udjat-Auge und Anubis, Neues Reich, 18. Dynastie, ca. 1540 - 1292 v. Chr.
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Ein fein geschnitztes Kalksteinrelief-Fragment, das ursprünglich den linken Teil eines Türsturzes bildete, erkennbar an der hervorstehenden Lippe entlang der Oberkante. Ausgeführt in einem scharfen versenkten Relief, ist die Komposition von links nach rechts zu lesen und konzentriert sich auf schützende Bestattungsbilder, die mit der Nekropole verbunden sind.
Rechts erscheint das heilige Wedjat-Auge (Horusauge), ein dauerhaftes Symbol für Heilung, Wiederherstellung und göttlichen Schutz. Seine Platzierung auf architektonischen Elementen wie Türstürzen spiegelt seine apotropäische Funktion wider, die die Schwelle zwischen den Welten schützt.
Neben dem Auge ist Anubis abgebildet, dargestellt als liegender Schakal, der seinen Zeremonialkragen trägt. Darüber ist sein Name, Inpw, in Hieroglyphen eingraviert, gefolgt von einer Phrase, die einem seiner Beinamen entspricht, der gemeinhin als „auf seinem Berg“ übersetzt wird. Dieser Titel bezieht sich auf Anubis' Rolle als Wächter der Nekropole, der Gräber überwacht und die Verstorbenen durch den Bestattungsprozess führt. Neben Osiris gehörte Anubis zu den Hauptempfängern von Gebeten um Schutz und sicheres Geleit im Jenseits.
Die raffinierte Schnitzerei, die ausgewogene Komposition und die klaren hieroglyphischen Details sind charakteristisch für architektonische Reliefs des Neuen Reiches, die für Gräber oder Kapellenkontexte angefertigt wurden, wo schützende Ikonographie direkt in strukturelle Elemente integriert wurde.
Veröffentlicht: Sotheby’s London, Juli 1989, Los 363
Material: Kalkstein
Abmessungen: Höhe 14,7 cm (5 5/8 Zoll); Breite 36,5 cm (14 3/8 Zoll); Tiefe 5 cm (2 Zoll)
Zustand: Fragmentarisch von einem größeren Sturz wie beschrieben, aber intakt und insgesamt in sehr gutem Zustand mit sehr gut erhaltenen hieroglyphischen Details. Professionell auf einem maßgefertigten Stahlfuß in Museumsqualität montiert. Ein schönes Beispiel.
Provenienz: Privatsammlung Brudy; erworben bei Sotheby’s London, Juli 1989, Los 363; danach Privatsammlung Boston, 1999 aus dem Handel erworben. Begleitet von entsprechenden Unterlagen.
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