


Ein chinesisches grünes glasiertes Berggefäß mit Deckel, Westliche Han-Dynastie, ca. 206 v. Chr. – 9 n. Chr
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Diese feine, grün glasierte Keramik-Hügelvase ist ein Grabgefäß der Han-Dynastie, das geschaffen wurde, um die Reise des Verstorbenen ins Jenseits symbolisch zu schützen. Diese Gefäße wurden hauptsächlich zur Aufnahme von wohlriechenden Substanzen zum Verbrennen und nicht zur Aufbewahrung alltäglicher Gegenstände verwendet und werden oft in Gräbern gefunden. Als keramische Räuchergefäße symbolisierten sie eine Reise ins daoistische Paradies und wurden typischerweise mit aromatischen Materialien wie fremdem Weihrauch und Orchideen gefüllt.
Der konische Deckel, der in Form eines stilisierten heiligen Berges (Boshan) gegossen ist, stellt wahrscheinlich den Berg Bo oder den Berg Kunlun dar, beides heilige daoistische Berge, die mit Unsterblichkeit und den paradiesischen Reichen der Xian (Unsterblichen) verbunden sind. Die Tiere der Vier Richtungen (Sishen), die zur Himmelsnavigation dienen, sind strategisch in den wellenförmigen Gipfeln des Berges platziert. Die geformten Grate und Wirbel beschwören Nebel, Wind und die vielschichtige Topographie der heiligen Landschaft herauf. Wenn Weihrauch in dem Gefäß verbrannt wurde, stieg Rauch durch die Ritzen des Deckels auf und verstärkte die Metapher von Wolken, die über einem mystischen Gipfel schweben.
Der zylindrische Körper des Gefäßes ist von einem durchgehenden Flachrelief-Fries umgeben, das die Tiere der Vier Richtungen (Sishen) in einer stilisierten Landschaft aus sanften Hügeln und wirbelnden Wolken darstellt. Diese Richtungstiere waren nicht nur kosmische Wächter, sondern auch mit Zeit, Saisonalität und den Kardinalachsen des Universums verbunden. Ihre dynamische Anordnung auf der Oberfläche spiegelt sowohl Bewegung als auch Gleichgewicht wider und dient als kosmographische Karte für die Orientierung und den Durchgang der Seele. Die drei Beine des Gefäßes werden von glückverheißenden Bären gebildet, die in der Kunst der Han-Dynastie beliebt waren. Als Wächter hätten sie das Gefäß und seinen Inhalt geschützt.
Die Gesamtkomposition deutet auf eine Erzählung von Bewegung und Schutz hin, die zentral für die religiöse Kosmologie der Han-Dynastie war und oft mit der Ausstattung von Elitegräbern in Verbindung gebracht wird.
Medium: Glasierte Steingutkeramik
Maße: Höhe: 26 cm (10 1/4 Zoll)
Zustand: Das Gefäß ist mit einer glänzenden grünen Bleiglasur überzogen, die durch die Vergrabung Bereiche von Irisieren und Fleckenbildung entwickelt hat. Vereinzelte Brennarben, eisenreiche Verkrustungen und geringfügige Oberflächenverluste sind vorhanden, was dem Alter und der Art entspricht.
Provenienz: Private Sammlung aus Connecticut, vor über 20 Jahren erworben.
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