





Ein großer ägyptischer Grünstein-Herzskarabäus, Spätzeit, ca. 664 - 332 v. Chr.
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Dieser kunstvoll gefertigte Skarabäus repräsentiert Chepri, den Gott der aufgehenden Sonne, dargestellt in der charakteristischen Form eines Käfers. Der Skarabäus ist geschickt aus grünem Stein geschnitzt, wobei Kopf, Clypeus, Prothorax, Flügeldecken und Beine des Insekts hervorragend erhalten sind und alle glatt poliert wurden. Die flache Unterseite ist unbeschriftet, obwohl die Bedeutung des Skarabäus in seiner symbolischen Funktion liegt. Der Stein hat einen sanften olivgrünen Ton mit zahlreichen dunklen Einschlüssen, eine Eigenschaft, die oft mit Serpentin oder grünem Jaspis in Verbindung gebracht wird, die in der Amulettproduktion verwendet werden. Diese gesprenkelten Einschlüsse verbessern die natürliche Oberfläche und spiegeln die Vorliebe der Ägypter für Steine wider, die Erneuerung, Vegetation und zyklische Wiedergeburt hervorrufen.
Der Herzskarabäus, ein prominenter Grabbeigaben, der erstmals im Mittleren Reich (13. Dynastie) auftauchte, wurde mit Selbst- und Wiedergeburt in Verbindung gebracht. Er wurde als schützendes Amulett für den Verstorbenen verwendet und symbolisierte die Gewissheit der Aufnahme ins Jenseits unter der göttlichen Herrschaft des Osiris. Dieser spezielle Skarabäus erfüllte wahrscheinlich eine ähnliche Funktion in den Bestattungspraktiken und bot dem Verstorbenen spirituellen Schutz während seines Urteils durch die Götter.
Die Verwendung von grünem Stein, insbesondere Serpentin oder grünem Jaspis, war hochsymbolisch. Die grüne Farbe des Steins repräsentierte Leben, Gesundheit und Regeneration, während sein Gewicht das Herz ausbalancieren sollte, um sicherzustellen, dass es das Gewicht der Feder der Maat nicht überschritt, was für das erfolgreiche Urteil des Verstorbenen entscheidend war.
Referenzen: Andrews, Carol, 1994. Amulets of Ancient Egypt, Kapitel 4: Scarabs for the living and funerary scarabs, University of Texas Press, S. 50-59
Material: Grüner Stein
Abmessungen: Länge: 3,06 cm
Zustand: Kleine altersbedingte Oberflächenabnutzungen, die nicht stören; die Details von Thorax, Flügeldecken und Kopf bleiben scharf definiert. Unterseite glatt und unbeschriftet. Der Skarabäus ist intakt und insgesamt in sehr gutem Zustand. Ein schönes Exemplar.
Provenienz: Privatsammlung von Marcel Gibrat, New York City, 1950er–1970er Jahre; danach Privatsammlung in New Jersey. Marcel Gibrat war von den 1960er bis 1990er Jahren Restaurator für das Metropolitan Museum of Art in Manhattan. Später betrieb er ein Restaurierungsatelier und eine Galerie an der Madison Avenue in der Nähe des Guggenheim Museums. Bekannt für sein Geschick und seine Kennerschaft, war er bemerkenswerterweise der einzige Restaurator des Met ohne Doktortitel. Gibrat begann in den frühen bis mittleren 1960er Jahren Antiquitäten zu erwerben und setzte dies über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod im Jahr 1993 fort.
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