




Ägyptisches Kalkstein-Stelenfragment, Neues Reich, frühe 18. Dynastie, Regierungszeit der Ahhotep I. (ca. 1575-1530 v. Chr.) - Amenhotep I. (ca. 1525-1504 v. Chr.)
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Dieser fein geschnitzte fragmentarische obere Teil einer Stele aus Kalkstein des Neuen Reiches zeigt eine verstorbene männliche Figur, die vor einem Opfertisch sitzt und an einem traditionellen Totenmahl teilnimmt. Er trägt eine kurze Perücke, ein Halsband und einen Schurz und sitzt auf einer Rückenlehne vor dem Opfertisch, der mit zahlreichen Opfergaben geschmückt ist. Seine rechte Hand ist auf die Opfergaben gerichtet, während seine linke Hand, als Symbol der Wiedergeburt über seine Brust gelegt, einen gefalteten Ballen aus weißem Leinen hält. Leinen symbolisiert Reinheit und ewiges Leben und unterstreicht die Funktion der Stele als bleibende Anrufung zur Erinnerung und rituellen Ernährung.
Die Gegenstände wurden vertikal auf dem Opfertisch angeordnet, um jede Art von angebotener Speise deutlich darzustellen. In diesem Fragment sind nur die runden und konischen Brote sichtbar; typischerweise gäbe es jedoch auch andere Opfergaben, wie Obst, Gemüse und Getränke wie Bier oder Wein. Speise- und Trankopfer waren auf diesen Tischen üblich, da sie die Nahrung symbolisierten, die dem Verstorbenen im Jenseits zuteilwurde.
Oberhalb der Szene befinden sich die Überreste eines großen Udjat-Symbols (Heilendes Auge), das die Verbindung zu Schutz und Gesundheit im Jenseits weiter betont. Die feine Qualität der Schnitzerei spiegelt die anspruchsvolle Kunstfertigkeit der 18. Dynastie wider.
Zum Stelen-Typ siehe: S. Guichard, Jean-François Champollion, Notice descriptive des monuments égyptiens du musée Charles X (Paris 2013), S. 322-323 (N 234-C 83).
A. Grimm / S. Schoske (Hrsg.), Im Zeichen des Mondes. Ägypten am Beginn des Neuen Reiches. Schriften aus der Ägyptischen Sammlung. Band 7 (München 1999), Kat. 46 und 47
Material: Kalkstein
Abmessungen: Höhe: 16 cm (6 1/4 Zoll)
Zustand: Fragmentarisch wie beschrieben, mit gut erhaltenen Reliefschnitzereien, die Oberfläche weist altersbedingte kleinere Absplitterungen und Verluste auf, die die Gesamtqualität nicht beeinträchtigen. Spuren der ursprünglichen Polychromie sind noch sichtbar.
Provenienz: Deutsche Privatsammlung, 1980 erworben von der Galerie Faust Art in Köln.
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