



Ägyptischer Fayence-Uschebti für Nes-anch-ef-(en)-maat, Dritte Zwischenzeit, 21. Dynastie, ca. 1069 - 945 v. Chr.
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Dieser mummiforme Uschebti, der in blau-grüner Fayence gefertigt wurde und Arbeiten für den Verstorbenen verrichten sollte, trägt eine schlichte, dreigeteilte Perücke mit einem schwarz bemalten Sesched-Stirnband, das am Hinterkopf gebunden ist. Das ruhige Gesicht ist schlicht modelliert mit schwarzen Gesichtszügen und markanten Augen. Die gekreuzten Arme halten ein Paar landwirtschaftliche Hacken und ein quadratisch schraffierter Samenkörbchen hängt am Rücken, was seine Rolle als Arbeiter-Uschebti andeutet, der im Schilffeld im Auftrag seines Besitzers magisch landwirtschaftliche Arbeiten verrichten würde. Eine einzelne vertikale Hieroglyphenreihe verläuft an der Vorderseite, die lautet: „Der Osiris, der Priester des Amun, Nes-anch-ef-(en)-maat, gerechtfertigt.“ Die doppelte Verwendung von „Osiris“ und „gerechtfertigt“ signalisiert seinen erfolgreichen Übergang ins Jenseits, während sein Priesteramt enge Verbindungen zur thebanischen Tempelanlage unterstreicht, den wahren Hütern der Macht in dieser politisch zersplitterten Zeit.
Vergleichsstücke: Bolton Museum (A.75.1967, A.22.1968); Ashmolean Museum Oxford (1971.1419); Carnegie Museum of Natural History, Pittsburgh (CMNH 1662–7); World Museum Liverpool (M14108); Glenn James, Shabtis: A Private View, Paris 2002, Abb. 48a–b; Glenn Janes, The Shabti Collections, Bd. 5, Manchester Museum, 2012, Nr. 131.
Dieser Uschebti, der 1900 von der Egyptian Exploration Society in Abydos ausgegraben wurde, veranschaulicht die Praxis elitärer thebanischer Priester, abydenische Bestattungen oder Kenotaphe in Auftrag zu geben, um eine Verbindung zu Osiris zu sichern. Die hier zu sehende kobaltblaue Glasur ist merklich tiefer als bei anderen bekannten Exemplaren dieses Besitzers, die typischerweise einen helleren türkisen Farbton aufweisen.
Medium: Fayence
Maße: Höhe: 15 cm (5 7/8 Zoll)
Zustand: An den Füßen sind einige sichtbare Verluste zu verzeichnen, zusammen mit geringfügiger Oberflächenabnutzung und Ablagerungen, die dem Alter entsprechen. Ansonsten intakt und insgesamt in sehr gutem Zustand mit kräftiger Farbe.
Provenienz: Privatsammlung Thilo und Izora Steinschulte, VA, 1980 bei Christie’s, New York, NY, Lot 134 erworben, dann durch Erbschaft. Ursprünglich 1900 von der Egypt Exploration Society in Abydos ausgegraben. Begleitet von einer Kopie der Originaldokumente des Sammlers.
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