


Seltene sumerische Kupfernadel mit Schlangenknauf aus Lapislazuli, ca. 3. Jahrtausend v. Chr.
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Eine lange Kupfernadel mit blaugrüner Patina über einem rotbraunen Oxidgrund. Das Endstück ist aus tiefblauem Lapislazuli geschnitzt und hat die Form einer kompakten, stilisierten, gewickelten Schlange mit einem vergrößerten Kopf, der durch einfache eingeschnittene Linien gekennzeichnet ist. Nadeln dieser Art dienten als luxuriöse Kleider- oder Haarbefestigungen, wobei das geschnitzte Endstück als sichtbares Ornament fungierte, das den persönlichen Status kennzeichnete. Die Kombination aus einem Metallschaft und einem Endstück aus Hartstein ist im frühdynastischen Mesopotamien gut dokumentiert, wo Lapislazuli ein geschätztes Luxusmaterial war.
Eine starke Parallele ist eine sumerische Silbernadel aus dem Metropolitan Museum of Art (Inventarnummer 33.35.44), datiert auf die frühdynastische IIIa-Periode, die ein geschnitztes Lapislazuli-Endstück auf einem langen Metallschaft aufweist. Obwohl das Met-Beispiel einen abgerundeten Lapislazuli-Knauf anstelle eines zoomorphen Kopfes trägt, stimmen Format, Größe und Materialpaarung eng mit dem vorliegenden Stück überein und bestätigen seine Rolle als hochrangiger persönlicher Schmuck.
Weitere Vergleichsstücke sind frühdynastische und akkadische Bronzenadeln mit Steinfassungen aus Ur, Fara und Kisch, von denen viele Lapislazuli, Muschel oder Karneol als dekorative Aufsätze verwenden. Hartstein-Tier- und symbolische Endstücke sind auch in der Bronzezeit Mesopotamiens belegt, und das stilisierte Schlangenmotiv entspricht Bildern, die häufig auf gleichzeitigen Zylindersiegeln und kleinen Luxusobjekten vorkommen.
Material: Kupfer, Lapislazuli
Abmessungen: Höhe: 8 Zoll (20,3 cm)
Zustand: Das Lapislazuli-Endstück ist vollständig und professionell aus vier ursprünglichen Fragmenten wieder zusammengefügt, wobei die Fügelinien sichtbar sind. Der Kupferschaft weist eine verkrustete blaugrüne Patina und lokale Lochfraßspuren auf, die mit Vergrabung und Alter übereinstimmen. Die Nadel ist insgesamt strukturell stabil und auf einem maßgefertigten Metallsockel montiert.
Provenienz: David Anavian Collection, Los Angeles, Kalifornien. Zwischen 1979 und 1980 in die Vereinigten Staaten importiert, als die Familie Anavian aus dem Iran emigrierte. Danach in einer privaten New Yorker Sammlung, 2009 von der Sumer Gallery, New York, erworben.
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