



Ein großes Eulen-Gefäß aus Casas Grandes, Postklassik, ca. 1250 – 1450 n. Chr.
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Dieses auffällige Gefäß, möglicherweise eine Olla, zeigt einen faszinierenden Eulenkopf, der aus dem Rand herausragt. Sein charmanter Ausdruck wird durch seine kleinen runden Augen, den Hakenschnabel und die spitzen Ohren hervorgehoben, die ein rundes, dunkelbraun umrandetes Gesicht bilden. Das Gefäß erweitert sich von einer weiten Öffnung zu einer ausgestellten Schulter, bevor es sich wieder zu einem sanft abgerundeten Boden verjüngt. Die komplexen Muster aus schwarzen und roten Linien, geometrischen Formen und Stufen verleihen diesem wunderschön gearbeiteten Stück einen Hauch von Eleganz.
Casas Grandes, auch bekannt als Paquimé, lag nördlich des traditionellen Zentrums der mesoamerikanischen Welt und südlich der Pueblo-Kulturen des Südwestens. Die ikonografische Kunst der Casas Grandes, die zwischen 1130 und 1450 n. Chr. florierte, spiegelt Einflüsse sowohl aus Mesoamerika als auch aus dem Südwesten wider. Casas Grandes war ein gut geplantes urbanes Zentrum, das durch den Handel mit wertvollen Gütern wie Muscheln, Kupfer, Türkis und tropischen Vogelfedern prosperierte. Die Handwerker der Stadt, die im Umgang mit diesen Materialien geschickt waren, steigerten ihren Reichtum weiter, indem sie Fertigprodukte für den Export herstellten. Darunter waren Keramikgefäße mit hellen polychromen Oberflächen. Die Gefäße, hauptsächlich kugelförmige Krüge, waren hochgeschätzt und wurden ausgiebig gehandelt. Bei ihrer Herstellung wurden bestimmte standardisierte Systeme in Form und Dekoration eingehalten, die zurückhaltende Farbschemata – hauptsächlich Blau/Schwarz und Braun/Rot –, geometrische Muster und eine bemerkenswerte Verwendung von Menschen- und Tierbildern, wie dieses Beispiel zeigt, umfassten.
Ein paralleles Beispiel finden Sie unter: Smithsonian National Museum of the American Indian, Katalognummer: 11/9883.
Abmessungen: Höhe: 8 1/2 Zoll (21,59 cm), Breite: 8 Zoll (20,32 cm)
Zustand: Kurzer Kragenrand teilweise restauriert und Kopf wieder befestigt, Schale aus ca. zwanzig Originalteilen repariert, mit Restaurierung über den Bruchlinien und teilweise Neuverfugung der Außenseite, mit Ausbesserungen an der bemalten Dekoration.
Provenienz: Nachlass von Peter H. Tillou (1935 - 2021), CT, erworben in den 1990er Jahren, dann im Erbgang an die Familie übergegangen. Im Jahr 2014 von Marianne Huber (Kunstgutachterin/Beraterin, ehemals Huber Primitive Art und später New World Art Services) geschätzt, Sammlung # 010. Tillou war ein renommierter internationaler Kunst- und Antiquitätenhändler mit Galerien in Buffalo, New York; Litchfield, Connecticut; Sun Valley, Idaho; London, England; und New York City während seiner über 65-jährigen Karriere.
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